Emma Ebert geb. Tilgner

geboren am 4. Juni 1925 in Fürth
gestorben am 7. Februar 2017 in Fürth

Wer im Herzen seiner Lieben lebt, ist nicht tot, er ist nur fern.

Kerzen

Kerze

Brigitte und Karl-Heinz
entzündete diese Kerze am 18. März 2018 um 19.34 Uhr

Alles verändert sich,
aber dahinter ruht ein
Ewiges.

Wir denken an Dich

Goethe

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Kondolenzen

Stimmungsbild

Karl-Heinz
schrieb am 17. Februar 2017 um 8.57 Uhr

Trauerfeier für
Emma Ebert
* 4.6.1925 in Fürth + 7.2.2017 in Fürth
von Herrn Pfr. Koch

Liebe Familien Dehmel und Tilgner,
liebe Verwandte und Bekannte von Emma Ebert!

Ich hab mir die Bilder alle angeschaut, die sie von ihrer Mutter ins Netz gestellt haben. Schöne Erinnerungen! Eine Bandbreite von Jahren und Situationen. Eben so, wie sie jeder gekannt und in Erinnerung hat. Im Garten, als junger Mensch, bei Familienfeiern, mit den Söhnen, meist strahlend, im Urlaub, und das absolute Highlight (finde ich): wo sie das kleine Kind begrüßt, Urenkel? Sie strahlt es an, nimmt Kontakt auf, staunt liebevoll diesem Wesen entgegen. Ein besonderes Bild (wie ich meine). Was in dem ganzen drinsteckt:
Menschenliebe.
Große Zufriedenheit.
Staunen über alles – auch das Kleine, noch Unscheinbare.
So ging sie durch ihr langes Leben.
So habe ich sie kennenlernen dürfen.
So erzählen sie mir von ihr.

Ich denke an das Staunen im 8. Psalm:
HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen,
der du zeigst deine Hoheit am Himmel!
Aus dem Munde der jungen Kinder und Säuglinge / hast du eine Macht zugerichtet…..
Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk,
den Mond und die Sterne, die du bereitet hast:
was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst,
und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott,
mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.
Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk,
alles hast du unter seine Füße getan:
Schafe und Rinder allzumal,
dazu auch die wilden Tiere,
die Vögel unter dem Himmel und die Fische im Meer
und alles, was die Meere durchzieht.
HERR, unser Herrscher,
wie herrlich ist dein Name in allen Landen!
Was ist der Mensch, dass Du dich um uns kümmerst?
Was ist das Leben?
Wie einzig ist die Natur: das da entsteht.

Begeistert ist sie im Tiergarten. Kommt aus dem Staunen nicht raus, als sie mit ihr dort sind.
Und im Garten! „Schau mal, wie schön das ist!“
Und dann zählt sie auf und benennt, was ihr so gefällt.
Sie kann sich freuen. Sie kann leben!

Am 4. Juni hat ihr Leben in Fürth begonnen.
3 Schwestern hat sie. Sie ist die Jüngste. Und wird am ältesten.
Schon als Kind ist harte Arbeit selbstverständlich.
Auf einem Bauernhof in Eckental ist sie oft. Hilft, arbeitet mit. Mit 11 lernt sie das Melken.
Für Arbeit ist sie sich nicht zu schade.
Sie besucht die Hauswirtschaftsschule.
Sie wird Mutter: von Peter, von Karl-Heinz.
Sie heiratet Georg Dehmel.
Aber die beiden werden nicht glücklich miteinander.
Sie ist wieder alleine.
Später lernt sie Ernst Ebert kennen. Jetzt ist’s das Glück!
Die beiden heiraten und verbringen gute Jahre gemeinsam.
Emma arbeitet noch als Küchenhilfe in der „Pulver“.
Als sie in Rente gehen ist eine längere USA-Reise fällig. Sie genießt es. Und wird gestaunt haben:
Nun werden die Enkel geboren:
Stefan – Manuel – Yvonne – Andrea – Daniela
Und dann: Chantel!!!!
„Ihre Lieblinge“. Alle hat sie im Kopf und begleitet sie mit ihren Gedanken.
Und ihrer Menschenliebe.
Als Ernst stirbt, bleibt sie weiter in ihrer Wohnung in der Herrenstrasse (Südstadt). Aber nun wird es beschwerlicher für sie. Sie wird vergesslich. Nach einem Krankenhausaufenthalt ist klar: alleine zuhause – das geht nicht mehr.
Sie kommt ins Städtische Altenheim.
Und – lebt sich gut ein.
Ihre Grundzufriedenheit hilft ihr dabei.
Klagen und Schimpfen ist nicht Ihres. Ja, der Kontakt mit anderen Menschen und die gute Pflege (und ihre Besuche!!!) helfen ihr, dass sie sich körperlich und auch geistig wieder stabilisiert. „Sie ist wieder aufgeblüht,“ sagen sie.
So hab ich sie kennengelernt: immer am gleichen Platz ist sie. Immer lesend. Immer zufrieden.
„Alles gut!“ „Alles in Ordnung.“ Sagt sie immer.
Und erlebt das auch so.
100 will sie werden.
Und so – hätten wir es ihr auch gewünscht.
was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst,
und des Menschen Kind, dass du dich seiner annimmst?
Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott,
mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.
Gerne kommt sie in den Gottesdienst. Eigentlich immer dabei (in der ersten Reihe).
Im Januar-Gottesdienst fehlt sie. Was ist los?
Am letzten Tag des letzten Jahres verschlechtert sich ihr Zustand. Eine Lungenentzündung. Sie muss ins Krankenhaus. Wird behandelt. Kommt zurück. Aber kaum verbessert.
Die letzte Woche ist hart. Sie sind bei ihr.
Die Gesundheit kehrt nicht mehr zurück.
In der Nacht von Montag auf Dienstag ist sie friedlich eingeschlafen.
Wir sind dankbar.
Und fragen: was ist der Mensch? Was ist dieser besondere Mensch für uns?
Was bleibt uns davon?
Und was sind wir Menschen, dass Gott sich um uns kümmert, uns sieht, begleitet, uns Freiheit lässt unser Leben zu gestalten, uns Hoffnung und Aufgaben, Liebe und Herausforderungen, Leben und Tod schickt?
Staunend und fragend gehen wir weiter.
Und dankbar für dieses Leben.
Wir hoffen, dass die Fürsorge für das Leben auch über den Tod hinausreicht.
Durch Jesus Christus haben wir diese Hoffnung.

HERR, unser Herrscher,
wie herrlich ist dein Name in allen Landen!
Amen.

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Termine

Der letzte Termin

Urnenbeisetzung mit Feier, Friedhof Fürth

Mittwoch, 8. März 2017 13.20 Uhr